Hadid Pavillon / LF One

Nach Plänen der Architektin Zaha Hadid wurde der multifunktionale Bau in erster Linie als Ausstellungs- und Informationszentrum errichtet. Daneben beherbergt er ein Café und das „Trinationale Umweltzentrum“. Inmitten einer aufgelassenen, im Zuge der Gartenschau renaturierten Kiesgrube platziert, fügt sich der als „LF One“ (Landscape Formation) bezeichnete Pavillon sensibel in die Landschaft.

Ganz sanft entwächst sein langgestrecktes, dynamisch geformtes Volumen dem Boden. Mit einer markanten Bewegung stößt der Bau in Richtung Park vor, ehe er scharfkantig abbricht und mit einer konkav geformten Betonwand in den Grund zurückschwingt. Die Seitenwände öffnen sich zunehmend und schaffen Ein- und Ausblicke, wodurch dem Sichtbetonbau seine Massivität genommen wird.

Das zentrale Motiv von Hadids Entwurf ist die Passage. Wege führen über Rampen, Treppen und Brücken am Pavillon entlang, über ihn hinweg und mitten hindurch. Die fließende Form des Gebäudes lenkt die Bewegungen der Besucher auf nahezu unmerkliche Weise. Ein Weg prägt auch die innere Struktur: Hervorgehoben durch Lichtbänder, Fließasphalt und Betonstützen teilt er den hellen Innenraum in zwei Bereiche.

Der südliche, leicht abgesenkte Teil mit vorgelagerter Terrasse ist dem Café vorbehalten. Der nördliche Bereich dient als Ausstellungshalle. In einer langgezogenen, mit Douglasienholz verkleideten Einheit befinden sich zudem die Büros und Sitzungsräume des Umweltzentrums.

Mit dem Pavillon ist Zaha Hadid ein eigenständiges und prägendes Bauwerk gelungen, das sich sensibel in den Ort einfügt und weit über die Region hinaus Aufmerksamkeit erregt.